Ratgeber

Pflegetagebuch führen: Vorlage und Anleitung für 14 Tage

Das Pflegetagebuch belegt den Alltag und ist das stärkste Argument bei der Begutachtung. Was hinein gehört und wie Sie es führen.

Warum das Tagebuch so wirkt

Die Gutachterin sieht einen Vormittag. Das Tagebuch zeigt zwei Wochen. Es dokumentiert Häufigkeiten, Dauer und Art der Hilfe, also genau die Kategorien des Begutachtungsinstruments. Gutachterinnen dürfen und sollen es in ihre Bewertung einbeziehen.

Was hinein gehört

Für jeden Tag: Uhrzeit, was nötig war (Waschen, Anziehen, Toilettengang, Essen anreichen, Medikamente richten, Beruhigen, Begleiten), wie viel Hilfe (Erinnern, Anleiten, teilweise übernommen, vollständig übernommen), Dauer in Minuten, Besonderheiten (Sturz, Verwirrtheit, Verweigerung, nächtliches Aufstehen).

Nicht vergessen: Hilfe, die selbstverständlich geworden ist. Wer die Tabletten hinlegt, die Kleidung rauslegt, beim Duschen daneben steht, hilft. Auch Beaufsichtigung zählt.

Wie Sie es führen

Lieber kurz und täglich als ausführlich und lückenhaft. Ein Blatt pro Tag, abends fünf Minuten. Schreiben Sie ehrlich, auch die guten Tage. Ein Tagebuch, das nur schlechte Tage zeigt, wirkt unglaubwürdig. Unsere Vorbereitungsmappe enthält eine Vorlage für 14 Tage mit den passenden Spalten.

Häufige Fragen

Muss die Gutachterin das Tagebuch berücksichtigen?

Sie muss Angaben der Pflegepersonen einbeziehen. Ein Tagebuch ist die belastbarste Form davon.

Reicht eine Woche?

Besser sind zwei Wochen, weil dann auch seltene Ereignisse wie nächtliche Unruhe oder Arztbesuche vorkommen.

Zuletzt geprüft am 25.9.2026. Beträge Stand 2026 (BMG, Stand 04.11.2025), Quelle Bundesministerium für Gesundheit. Dieser Text informiert allgemein und ersetzt keine Beratung im Einzelfall.

Kostenlose Hilfe gibt es auch persönlich: Jede Pflegekasse muss eine Pflegeberatung anbieten (§ 7a SGB XI), Pflegestützpunkte beraten neutral, Sozialverbände vertreten Mitglieder im Widerspruch. Unsere Unterlagen ersetzen keine Beratung im Einzelfall, sie bereiten sie vor. Wo Sie Beratung finden

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